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Zwei Veranstaltungstipps 26.11.2019 – Zweifel am Studium & 12.12.2019 – Alternative Karrierewege nach dem Lehramtsstudium

Informationsveranstaltung: Zweifel am Studium?

Dienstag, den 26. November 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 16:00 bis ca. 17:00 Uhr

Beschreibung:

In der Veranstaltung werden Beratungsangebote und Möglichkeiten, sich beruflich neu zu orientieren einschließlich einiger spezifischer Bildungswege für Hochschulerfahrene ohne Abschluss vorgestellt. Inhalte sind u.a.

  • Forschungsergebnisse zu Ursachen von Studienabbrüchen
  • hochschulinterne und -externe Beratungsangebote
  • Studienfach- und/oder Hochschulwechsel
  • Duales Studium bei Unternehmen und Behörden
  • betriebliche und schulische Berufsausbildungen
  • Sonderprogramme für Hochschulerfahrene ohne Abschluss
  • Überbrückungsmöglichkeiten

Referentinnen: Jutta Mannherz und Inés Lampe, Studien- und Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar

Informationsveranstaltung: Alternative Karrierewege nach dem Lehramtsstudium

Erstmals durchgeführte Kooperationsveranstaltung am Donnerstag, den 12. Dezember 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr

Beschreibung:

Einmal Lehrkraft, immer Lehrkraft? Das kann, muss aber nicht gelten. Ein Lehramtsstudium bietet eine solide Basis für viele Tätigkeiten, zum Beispiel in der Wirtschaft, in der Selbstständigkeit oder in der Erwachsenenbildung. In der in diesem Jahr erstmals durchgeführten Veranstaltung werden Beratungs- und Unterstützungsangebote an/außerhalb der Hochschulen sowie attraktive Chancen, sich beruflich neu zu orientieren einschließl. einiger alternativer Berufs- und Bildungswege für Lehramtsabsolvent*innen vorgestellt.

Zielgruppe sind Studierende, die sich bereits für ein Lehramtsstudium entschieden haben, sowie Absolvent*innen UNABHÄNGIG von ihrer Einschreibung in eine bestimmte Hochschule.   

Programmpunkte sind u.a.

  • Gründe für die Studienfachentscheidung und den Verbleib im Studium, Gründe für einen vorzeitigen Studienausstieg und für Studien-/Berufswechsel nach dem Studienabschluss, egal ob Bachelor oder Master
  • Mehrere Kurzvorträge und Erfahrungsberichte durch Personen, die Lehramt studiert und abgeschlossen haben und sich dann für einen anderen beruflichen Weg entschieden haben
  • Alternative Berufs- und Karrierewege für Lehramtsabsolvent*innen (nach Bachelor, Master, Referendariat oder Berufseinstieg)
  • Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch hochschuleigene Einrichtungen, die Agentur für Arbeit Braunschweig und andere

Hinweise: Referent*innen, Fakultät 6 für Geistes- und Erziehungswissenschaften der Technischen Universität Braunschweig, Projekt „Wegbereiter – Studienzweifel? Wir sind da!“ und Hochschulteam der Agentur für Arbeit Braunschweig

Ansprechpartner: Herr Marcus Voitel, tel. erreichbar unter  0531 391 8944

Anmeldung: Ist nicht erforderlich. Weitere Infos. unter https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/metasuche/suche/veranstaltungen/10000-1002393158-V

Anfahrt: Erreichbar ist das BiZ mit den Bahnen 3 und 5 (Richtung Weststadt und Broitzem) oder den Bussen 419, 429 und 443 (Haltestelle Cyriaksring)

WIR HOFFEN, WIR SEHEN EUCH!

Steffen: „Ich habe diesen Schritt zu keinem Zeitpunkt bereut“

Steffen, Ausbildung zum Finanz- und Versicherungskaufmann, zuvor Biologie an der TU Braunschweig

Nachdem sich für mich im Jahr 2005 im 4. Semester des Studiengangs Biologie mehr und mehr herausstellte, dass dies nicht der berufliche Bereich ist, in welchem ich mich langfristig sehe, war ich hin- und hergerissen.

Einerseits wurde mir von vielen Seiten gesagt, dass ich mit 23 Jahre nun schon zu alt sei, einen anderen Werdegang einzuschlagen und ein abgebrochenes Studium sich sowieso sehr schlecht im Lebenslauf machen würde. Andererseits war ich der fester Überzeugung, dass ohne ein 100%iges Interesse an diesem Berufsfeld niemals erfolgreich werden könnte.

Ausschlaggebend war dann ein eher zufälliger Kontakt mit einem promovierten Mikrobiologen im Rahmen meiner damaligen, beruflichen Tätigkeit. Dieser erzählte mir ausführlich von weltweiter Mobilität, zu Anfang verhältnismäßig schlechter Bezahlung und aufgrund von immer neuen Zeitverträgen schlechter Planungssicherheit, aber auch von seinem Tätigkeitsbild.Zu keiner Zeit konnte ich mich dabei wiederfinden. So ergriff ich 2005 die Initiative und wendete mich an die damalige Unterstützungsmöglichkeiten des Studentenwerks und des BiZ in Braunschweig. Hier wurden mir die o.g. Befürchtungen genommen, und ich war motiviert, mich für einen geeigneten Ausbildungsberuf zu bewerben.

Nach einer kurzen Eigenrecherche kristallisierten sich die Berufsbilder Bankkaufmann und Kaufmann für Versicherung und Finanzen heraus, da sich diese am Besten mit meinen Interessen deckten und gute Verdienstmöglichkeiten (auch ohne Studienabschluss) in Aussicht stellten.

Im Frühjahr 2006 durchlief ich bereits nach einigen, wenigen Bewerbungen diverse Bewerbungsgespräche und AC. Ich hatte nach kurzer Zeit 3 Zusagen, eine Bank und zwei Versicherungen. Ich endschied mich für die Debeka (Kurzform für Deutsche Beamten-Krankenversicherung), weil mir bei der Debeka die Organisationsstruktur im Ganzen und -kultur im Einzelnen vor Ort am Besten gefallen haben. Nach der 3jährigen Ausbildung (Schwerpunkt: Innen- und Außendienst) begann ich 2009 mit einer internen Fortbildung im Bereich Baufinanzierung, in welcher ich anschließend bis 2013 sehr erfolgreich tätig war. Danach wechselte ich in den Personalbereich.

Aktuell übe ich die Funktion als Organisationsleiter aus und führe ein Team mit 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer eigenen Filiale in der Zimmerstraße in Braunschweig. Wir betreuen einen Kundenstamm von 3000 Debeka-Mitgliedern. Darauf bin ich stolz; zudem noch auf dem subjektiven Vorteil, dass ich als „gescheiter“ Studienabbrechender ein Jahreseinkommen erzielen kann, welches mir mit einem Biologie-Abschluss nur schwerlich möglich gewesen wäre. Ich habe diesen Schritt zum Jahreswechsel 2005/2006 zu keinem Zeitpunkt bereut. Ganz im Gegenteil: Noch heute erzähle ich gerne von der „glücklichen Fügung“, mich für diesen Schritt in meinem Leben entschieden und die Chance von der Debeka erhalten zu haben.

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