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Maria: „Einfach machen!“

Maria: Einfach machen!

Maria 30 Jahre, Studium in den Fächern Englisch mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft, Philosophie mit dem Schwerpunkt Ethik, Erziehungswissenschaft und pädagogische Psychologie

Eines voraus: Niemand muss sich dafür schämen, dass es mit dem ersten Versuch, einen Beruf zu erlernen, nicht geklappt hat. Egal warum. Auch wenn es schwer sein kann, sie zu sehen, besonders ohne Hilfe, es gibt viele, viele andere Wege, manche davon garantiert besser.

Mein Name ist Maria und ich bin Software Tester auf dem Weg zum Testmanager. Ein Beruf, von dem ich zwei Wochen vor meiner Bewerbung nicht einmal wusste, dass es ihn gibt.

Eigentlich stand mein Weg schon vor dem Abi fest. Berufsbild: Lehrer. Was anderes gab es nicht. Ausgesucht hatte ich mir diesen Weg nicht, aber da ich gut und gerade mit „schwierigen“ Menschen kann und als Lehrer ganz passabel bin, war es auch egal. Nur leider nutzt alles Können nichts, wenn man verlässlich Leistung abliefert, wenn es nicht drauf ankommt, aber durch keine Prüfung kommt.

Der Druck es zu schaffen, stieg von Jahr zu Jahr und der Ausstieg, wenn auch nötig, schien durch die schon ins Studium gesteckten Ressourcen immer schwieriger. Anfang dieses Jahres habe ich dann endlich die Reißleine gezogen und stand nun erstmal ohne jede Perspektive da.

Zum Glück habe ich nach ein paar Wochen die Nummer des Projekts Wegbereiter gefunden und einfach mal angerufen. Ich bekam sehr schnell einen Termin und wurde super unterstützt. Herr Voitel war immer mit einem offenen Ohr und Ressourcen zur Wegfindung für mich da. Er hat mir geholfen, die Augen für andere Möglichkeiten zu öffnen und zu sehen, dass ich noch andere Fähigkeiten außerhalb des sozialen Bereichs besitze. Ohne ihn hätte ich nie von dieser Stelle erfahren und mich schon gar nicht an den IT-Bereich herangewagt.

Als Asperger Autist war besonders das Vorstellungsgespräch ein Gräuel für mich, doch auch hier konnte ich auf Herrn Voitel zählen und bekam nicht nur gute Tipps, sondern auch die Möglichkeit, die Situation einmal durchzuspielen und mein Auftreten objektiv bewerten zu lassen.

Allen, die sich in einer ähnlichen Ausgangssituation befinden wie ich vor einem Jahr, kann ich nur ans Herz legen, den Hörer in die Hand zu nehmen und die Hilfe der Wegbereiter in Anspruch zu nehmen. Auch wenn erstmal alles ausweglos erscheint, es gibt gute Wege nach dem Abbruch und auch die bisher ins Studium gesteckten Ressourcen waren nie vergeudet. Schließlich hat man was gelernt, auch ohne Abschluss.

Ich habe jetzt meine Laufbahn gefunden und auch wenn ich nie davon geträumt hätte, mich an irgendwas mit Code ran zu wagen, es macht mir Spaß und ich denke, das wird auch so bleiben.

 Also: Traut euch. Es kann nur besser werden!!!

Bildnachweis: Kreutzmann/TU Clausthal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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