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Studienabbruch

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Aylin: „Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen, und du wirst gezwungen, dich mit dir selbst zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen.“

Aylin,  jetzt fachaffine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation, zuvor Medienkommunikation, Ostfalia Hochschule  (Teil 1)

Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen, und du wirst gezwungen, dich mit dir selbst zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen.

Im Leben hat man verschiedene Rollen, über die wir unsere Identität definieren. Wir sind die Tochter, die Freundin, die Schülerin, die Studentin und noch viele weitere. Wenn diese Rollen aber ins Wanken kommen und letztlich eine wegbricht über die wir uns am meisten identifiziert haben: Wer sind wir dann? Wer bin ich und was will ich?

Mit genau diesen Fragen wurde ich Ende 2016 das erste Mal ausführlich konfrontiert und sie zogen sich bis zu diesem Jahr. Immer wieder tauchten sie in meinem Kopf auf und stifteten Verwirrung und Verzweiflung. Aber erst einmal zurück zum Anfang wie alles angefangen hat und diese Gedanken überhaupt einen großen Platz in meinem Kopf kriegen konnten. In der Schule war ich immer eine gute Schülerin und habe 2014 ein gutes Abitur abgeschlossen. Dort habe ich nie hinterher gehangen; war immer vorne mit dabei. So war es auch in den ersten zwei Semestern meines Studiums, welches ich im September 2015 angefangen hatte. Meine Prüfungen habe ich alle gut abgeschlossen und die Sachen, die ich lernte, machten mir Spaß. Dann kam das dritte Semester. Dort wurden die Anforderungen und der Workload höher, und es wurde allgemein stressiger. Zum ersten Mal kamen in mir erste leise Zweifel auf, ob ich bestimmte Fächer schaffen kann. Aber so ging es mehr oder weniger allen Kommilitonen.

Doch dann passierte Ende 2016 ein Ereignis was mein gesamtes Leben und vor allem mein Innerstes komplett auf den Kopf stellte. Meine Mama verstarb plötzlich. Und mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Trotzdem habe ich immer noch versucht weiter zu studieren und ganz einfach zu funktionieren.

(Fortsetzung folgt)

Halil: „Meine Entscheidung abzubrechen, war keine spontane Entscheidung.“

Halil, Teilnehmer „Fakultät 73“, zuvor WiIng. Elektrotechnik an der TU Braunschweig

Meine Entscheidung abzubrechen, war keine spontane Entscheidung. Ich merkte bereits im dritten Semester, dass ich nicht mehr studiere, weil mich dieser Berufspfad begeistert, sondern nur, um das Studium zu beenden. Auch wenn ich immer wieder darüber nachdachte abzubrechen, ließ es mein Selbstwertgefühl einfach nicht zu, alles über den Haufen zu werfen und von vorne anzufangen. Den schwierigen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, spielte natürlich auch eine Rolle. Zu erklären, dass man nicht aufgrund der Noten abbricht, sondern aus Überzeugung. Bis heute merke ich immer wieder, wie mein Gegenüber daran zweifelt, wenn ich von meiner Entscheidung erzähle. Die größte Hürde für meine Entscheidung war jedoch, nicht zu wissen, wohin es denn gehen soll. Ohne dies zu wissen, hätte ich wahrscheinlich mein Studium abgeschlossen und mir von dort aus überlegt, wie es weitergeht.

Im September 2018 erfuhr ich dann durch einen Freund von einem neuen Qualifizierungsprogramm namens „Fakultät73“ von Volkswagen, in welchem die Teilnehmer zu Junior Software-Entwicklern ausgebildet werden sollen. Ich habe mich über die Jahre immer wieder mit Programmieren und Software beschäftigt, aber dies nie als wirklichen Berufspfad für mich gesehen, sondern eher als Hobby betrachtet.

Ein Programm, für das gezielt Personen nach ihren Fähigkeiten und Interessengebieten im Bereich IT ausgewählt werden, unabhängig von vorherigen Qualifikationen. Modern und innovativ, eine Qualifizierung, die anders sein soll. In einem Bereich, mit dem ich mich absolut identifizieren kann.

Ich habe mich direkt am selben Tag beworben. Das war wohl das erste Mal, dass mir das Schreiben einer Bewerbung Spaß gemacht hat. Dabei ging es nicht mal um die Bewerbung an sich, sondern viel mehr um die Erleichterung zu wissen, was ich machen möchte. Ich wusste ab diesem Zeitpunkt – unabhängig davon, ob meine Bewerbung erfolgreich verlaufen würde oder nicht – ich würde mein Studium abbrechen und in die IT gehen. Meine Familie und meine Freundin waren hierbei eine große Unterstützung und gaben mir überhaupt erst das Selbstvertrauen, diese Entscheidung zu treffen.

Spoiler-Alert: Meine Bewerbung war erfolgreich. Seit März 2019 bin ich nun in der „Fakultät73“ und bin glücklich mit meiner Entscheidung. Ich gehe gerne zur Arbeit, bin motiviert und habe Spaß. Und das Verrückteste, was mir wohl einige Leser nicht glauben werden (hätte ich im Vorfeld selbst nicht erwartet): Ich hab Spaß am Lernen.

Bewerbungsfrist für Start zum 01. März 2020: Bis zum 22. September können sich Interessierte unter https://www.volkswagen-karriere.de/de/ihr-einstieg/fakultaet-73.html für die Qualifizierung zum Software-Entwickler -in nur 2 Jahren, für Studienabbrechende mit Wunsch „Zusatzausbildung Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung“ bewerben.

 

 

Jakob: „Das Wichtigste ist, getroffene Entscheidungen zu akzeptieren und nicht zu lange darauf herumzukauen.“

Jakob, ehemals Bachelor Physik, TU Braunschweig und bald Geowissenschaften, andersorts

Das Wichtigste ist, getroffene Entscheidungen zu akzeptieren und nicht zu lange darauf herumzukauen.

Die gesamten Ereignisse der Entscheidung zu studieren, über den Studienabbruch bis hin zur Neuorientierung, fanden bei mir alle in sehr kurzem Abstand zueinander statt; meine Reaktion, die Ängste und Sorgen waren dafür umso größer. Die gesamte Schulzeit verlief bei mir reibungslos, und ich entwickelte den überzogenen Anspruch der Selbstperfektion. In der Oberstufe bemerkte ich dann mein reges Interesse an den Naturwissenschaften und vor allem der Physik. Die perfekte Voraussetzung dafür, alle Beratungsgespräche, Probleme und Hürden zu umgehen, war also, mich selbst davon zu überzeugen, Physik sei das absolut Richtige für mich. Nachdem ich dann mit 17 Jahren meine Abiturprüfungen erfolgreich abgelegt hatte, flüchtete ich mich sehr schnell in diesen Studiengang. Kurz darauf schon merkte ich, dass dieses Studium mich weit über meine Grenzen bringt, und sah mich bereits nach wenigen Wochen mit den Gedanken an das Abbrechen konfrontiert.

Zu dieser Zeit hörte ich erstmals von dem Projekt Wegbereiter, von einer Freundin in ähnlicher Situation. Nichtsdestotrotz machte ich zunächst weiter wie bisher, bis die Prüfungen kamen. Ich blockierte komplett, war ständig gereizt und schlief nicht mehr richtig, ans Lernen war nicht zu denken. Da fasste ich mit einem Mal den Entschluss, dieses Studium nicht weiterführen zu wollen. Nachdem ich diese Notbremse gezogen hatte, konnte ich wieder frei denken und beschloss, nun endlich all die Beratung in Anspruch zu nehmen, die ich bisher verwehrte. 

So besuchte ich die Agentur für Arbeit und stellte fest, dass das Studieren an sich keinesfalls eine falsche Entscheidung war, ich jedoch meine Interessen und Fähigkeiten voreilig falsch eingeschätzt hatte. Parallel setzte ich mich auch mit den Wegbereitern in Verbindung, und durchlief dort zuerst das Berufsprofiling des Rotary Clubs. Direkt im Anschluss kam es im persönlichen Gespräch erstmals zu einer konkreten Auseinandersetzung mit all den negativen Gedanken, den Sorgen und dem Druck, also jenen Stressfaktoren, die die Fehlentscheidung des Physikstudiums mit sich brachte. Durch die Wegbereiter lernte ich, mit diesem Stress umzugehen und Entscheidungen bewusst und ausgewogen zu treffen. Ich lernte, meine Gedanken zu ordnen, um in stressigen Situationen nicht den Faden zu verlieren. Eine weitere in den Gesprächen gewonnene Erkenntnis war, dass mich nichts mehr in Braunschweig und der TU hält, sondern dass ich einen weiteren Schritt wagen möchte und einen Neuanfang in einer anderen Stadt herbei sehne.

Als es dann zu der Auswertung des Berufsprofilings und dem Gespräch mit zwei Mitgliedern des Rotary-Clubs kam, erhielt ich noch einmal Klarheit darüber, wie meine Fähigkeiten, Kenntnisse und beruflichen Vorlieben eingeschätzt werden. Darauf folgte eine Empfehlung, aufgrund meines jungen Alters eine Ausbildung zu beginnen, um den Stress aus der Sache zu nehmen und mir Zeit verschaffen zu können. Da merkte ich, dass der Wunsch zu Studieren tief in mir saß und ich bei dem Gedanken an ein Studium mit guten Gefühlen erfüllt wurde. Dieser Einspruch bestärkte mich letzten Endes auch darin, dieses erste Studium hinter mir zu lassen und im Herbst neu anzufangen. Deshalb besuchte ich einen Workshop der TU BS zur Studienfachentscheidung, um mir weiteren Input zu holen, welche Studiengänge zu meinen Interessen, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften passen. Noch immer waren dabei die Naturwissenschaften sehr präsent, vor allem die „handfesteren, der Erde zugewandten“, nicht ganz so abstrakten Geowissenschaften. Nachdem dieser gesamte Prozess der Neuorientierung nun abgeschlossen ist, bereite ich mich auf den Studiengang Geowissenschaften vor, auf dessen Wahl meine Entscheidung letztlich fiel. Es laufen Umzugsvorbereitungen und letzte Unklarheiten werden ausgeräumt, sodass es in den nächsten Monaten nun nach Mainz geht, um dort den ersehnten Neuanfang zu erleben. Endlich geht es weiter!

Treibende Kraft während dieses Prozesses waren die Gespräche mit den Wegbereitern. Sie haben geholfen, meine Gedanken zu ordnen und mit getroffenen Entscheidungen leben zu können, sowie mit nüchternem Verstand neue Entscheidungen treffen zu können. Deshalb würde ich die Wegbereiter jeder Person empfehlen, die Unterstützung dabei benötigt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, Ängste und Sorgen bezüglich der eigenen Zukunft zu behandeln und Probleme damit hat, Fehlentscheidungen zu akzeptieren und diese zu vermeiden.  Alle Ratsuchenden sind bei den Wegbereitern gut aufgehoben, in den Gesprächen wird sich Zeit genommen, die Protokolle sind sehr ausführlich und die Methoden zur Hilfe sehr zahlreich und vielseitig. Ich verdanke den Wegbereitern, in meinem Fall Marcus, viel Stabilität in den letzten Monaten, durch die ich wieder einen klaren Weg gefunden habe und nun weiß, was zu tun ist.

Zwei Veranstaltungstipps 26.11.2019 – Zweifel am Studium & 12.12.2019 – Alternative Karrierewege nach dem Lehramtsstudium

Informationsveranstaltung: Zweifel am Studium?

Dienstag, den 26. November 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 16:00 bis ca. 17:00 Uhr

Beschreibung:

In der Veranstaltung werden Beratungsangebote und Möglichkeiten, sich beruflich neu zu orientieren einschließlich einiger spezifischer Bildungswege für Hochschulerfahrene ohne Abschluss vorgestellt. Inhalte sind u.a.

  • Forschungsergebnisse zu Ursachen von Studienabbrüchen
  • hochschulinterne und -externe Beratungsangebote
  • Studienfach- und/oder Hochschulwechsel
  • Duales Studium bei Unternehmen und Behörden
  • betriebliche und schulische Berufsausbildungen
  • Sonderprogramme für Hochschulerfahrene ohne Abschluss
  • Überbrückungsmöglichkeiten

Referentinnen: Jutta Mannherz und Inés Lampe, Studien- und Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar

Informationsveranstaltung: Alternative Karrierewege nach dem Lehramtsstudium

Erstmals durchgeführte Kooperationsveranstaltung am Donnerstag, den 12. Dezember 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr

Beschreibung:

Einmal Lehrkraft, immer Lehrkraft? Das kann, muss aber nicht gelten. Ein Lehramtsstudium bietet eine solide Basis für viele Tätigkeiten, zum Beispiel in der Wirtschaft, in der Selbstständigkeit oder in der Erwachsenenbildung. In der in diesem Jahr erstmals durchgeführten Veranstaltung werden Beratungs- und Unterstützungsangebote an/außerhalb der Hochschulen sowie attraktive Chancen, sich beruflich neu zu orientieren einschließl. einiger alternativer Berufs- und Bildungswege für Lehramtsabsolvent*innen vorgestellt.

Zielgruppe sind Studierende, die sich bereits für ein Lehramtsstudium entschieden haben, sowie Absolvent*innen UNABHÄNGIG von ihrer Einschreibung in eine bestimmte Hochschule.   

Programmpunkte sind u.a.

  • Gründe für die Studienfachentscheidung und den Verbleib im Studium, Gründe für einen vorzeitigen Studienausstieg und für Studien-/Berufswechsel nach dem Studienabschluss, egal ob Bachelor oder Master
  • Mehrere Kurzvorträge und Erfahrungsberichte durch Personen, die Lehramt studiert und abgeschlossen haben und sich dann für einen anderen beruflichen Weg entschieden haben
  • Alternative Berufs- und Karrierewege für Lehramtsabsolvent*innen (nach Bachelor, Master, Referendariat oder Berufseinstieg)
  • Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch hochschuleigene Einrichtungen, die Agentur für Arbeit Braunschweig und andere

Hinweise: Referent*innen, Fakultät 6 für Geistes- und Erziehungswissenschaften der Technischen Universität Braunschweig, Projekt „Wegbereiter – Studienzweifel? Wir sind da!“ und Hochschulteam der Agentur für Arbeit Braunschweig

Ansprechpartner: Herr Marcus Voitel, tel. erreichbar unter  0531 391 8944

Anmeldung: Ist nicht erforderlich. Weitere Infos. unter https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/metasuche/suche/veranstaltungen/10000-1002393158-V

Anfahrt: Erreichbar ist das BiZ mit den Bahnen 3 und 5 (Richtung Weststadt und Broitzem) oder den Bussen 419, 429 und 443 (Haltestelle Cyriaksring)

WIR HOFFEN, WIR SEHEN EUCH!

Steffen: „Ich habe diesen Schritt zu keinem Zeitpunkt bereut“

Steffen, Ausbildung zum Finanz- und Versicherungskaufmann, zuvor Biologie an der TU Braunschweig

Nachdem sich für mich im Jahr 2005 im 4. Semester des Studiengangs Biologie mehr und mehr herausstellte, dass dies nicht der berufliche Bereich ist, in welchem ich mich langfristig sehe, war ich hin- und hergerissen.

Einerseits wurde mir von vielen Seiten gesagt, dass ich mit 23 Jahre nun schon zu alt sei, einen anderen Werdegang einzuschlagen und ein abgebrochenes Studium sich sowieso sehr schlecht im Lebenslauf machen würde. Andererseits war ich der fester Überzeugung, dass ohne ein 100%iges Interesse an diesem Berufsfeld niemals erfolgreich werden könnte.

Ausschlaggebend war dann ein eher zufälliger Kontakt mit einem promovierten Mikrobiologen im Rahmen meiner damaligen, beruflichen Tätigkeit. Dieser erzählte mir ausführlich von weltweiter Mobilität, zu Anfang verhältnismäßig schlechter Bezahlung und aufgrund von immer neuen Zeitverträgen schlechter Planungssicherheit, aber auch von seinem Tätigkeitsbild.Zu keiner Zeit konnte ich mich dabei wiederfinden. So ergriff ich 2005 die Initiative und wendete mich an die damalige Unterstützungsmöglichkeiten des Studentenwerks und des BiZ in Braunschweig. Hier wurden mir die o.g. Befürchtungen genommen, und ich war motiviert, mich für einen geeigneten Ausbildungsberuf zu bewerben.

Nach einer kurzen Eigenrecherche kristallisierten sich die Berufsbilder Bankkaufmann und Kaufmann für Versicherung und Finanzen heraus, da sich diese am Besten mit meinen Interessen deckten und gute Verdienstmöglichkeiten (auch ohne Studienabschluss) in Aussicht stellten.

Im Frühjahr 2006 durchlief ich bereits nach einigen, wenigen Bewerbungen diverse Bewerbungsgespräche und AC. Ich hatte nach kurzer Zeit 3 Zusagen, eine Bank und zwei Versicherungen. Ich endschied mich für die Debeka (Kurzform für Deutsche Beamten-Krankenversicherung), weil mir bei der Debeka die Organisationsstruktur im Ganzen und -kultur im Einzelnen vor Ort am Besten gefallen haben. Nach der 3jährigen Ausbildung (Schwerpunkt: Innen- und Außendienst) begann ich 2009 mit einer internen Fortbildung im Bereich Baufinanzierung, in welcher ich anschließend bis 2013 sehr erfolgreich tätig war. Danach wechselte ich in den Personalbereich.

Aktuell übe ich die Funktion als Organisationsleiter aus und führe ein Team mit 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer eigenen Filiale in der Zimmerstraße in Braunschweig. Wir betreuen einen Kundenstamm von 3000 Debeka-Mitgliedern. Darauf bin ich stolz; zudem noch auf dem subjektiven Vorteil, dass ich als „gescheiter“ Studienabbrechender ein Jahreseinkommen erzielen kann, welches mir mit einem Biologie-Abschluss nur schwerlich möglich gewesen wäre. Ich habe diesen Schritt zum Jahreswechsel 2005/2006 zu keinem Zeitpunkt bereut. Ganz im Gegenteil: Noch heute erzähle ich gerne von der „glücklichen Fügung“, mich für diesen Schritt in meinem Leben entschieden und die Chance von der Debeka erhalten zu haben.

Marvin: „Das Fach war mir einfach zu abstrakt (…). Ich wollte gerne etwas „Richtiges“ schaffen“

Marvin, Ausbildung zum Industriekaufmann, zuvor Wirtschaftsinformatik

Die ersten Zweifel am Studieren kamen mir im Sommer 2018. Ich war zu diesem Zeitpunkt im zweiten Semester Wirtschaftsinformatik an der TU Braunschweig eingeschrieben. Das Fach war mir zu abstrakt. Ich konnte mir nicht so wirklich etwas darunter vorstellen. Erklärt habe ich es mir damit, dass man in den ersten Semestern nur die Grundlagen kennenlernt, wie man es von vielen Menschen hört. Sei es Familie, Freunde oder auch die Professoren und Professorinnen der ersten Vorlesungen: „In den ersten Semestern wird aussortiert, dann geht es richtig los.“ Das habe ich sehr häufig gehört. Als es dann im dritten Semester spezifischer wurde, habe ich gemerkt, dass das Studienfach nichts für mich ist. Mir fehlte schlicht und einfach das spezifische Interesse. Trotzdem habe ich es vorerst fortgeführt. Ich bin zu Vorlesungen gegangen, habe die Übungen besucht und Hausaufgaben pflichtbewusst gemacht. Im Dezember hat es mir dann gereicht. Ich war mir so unsicher, ob ich weitermachen sollte oder nicht, deshalb habe ich nach Hilfe gesucht.

Nach einer kurzen Suche im Internet bin ich auf „die“ Wegbereiter gestoßen. Ich habe mir zunächst einige der Blogeinträge durchgelesen und mich dazu entschieden, ihnen eine E-Mail zu schreiben. Ich bekam sehr zeitnah eine Antwort und auch gleich einen Vorschlag für ein erstes Gespräch zugesandt. Dieses Gespräch fand wenige Tage später mit Marcus und Susann statt. Ich weiß noch sehr genau, dass ich vor diesem Gespräch aufgeregt war. „Ist mein Problem überhaupt ein Thema?“, „Mache ich mich nicht vielleicht lächerlich, schließlich studiere ich ja ‚erst‘ drei Semester?“; aber es wurde mir sehr schnell klargemacht, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss. Nach diesem ersten Gespräch war ich mir dann auch sicher: Dieses Studium führe ich nicht weiter fort. Generell gab es im ersten Gespräch eine Orientierungsphase mit den Fragen: „In welche Richtung soll es gehen? Welche Richtungen stehen mir zur Auswahl? Ein anderer Studiengang? Duales Studium? Eine Ausbildung?“. Relativ schnell wurde klar, dass mir der praktische Teil im Studium fehlt. Ich wollte gerne etwas „Richtiges“ schaffen. Mich zugehörig fühlen. Sagen können: „Da habe ich dran mitgearbeitet, das ist mein Ergebnis.“ Dieses Gefühl hatte ich während des Studiums nicht, auch wenn ich dort natürlich Klausuren geschrieben und auch bestanden habe. Doch diese Ergebnisse waren mir nicht „real“ genug. Ich brachte dann den Ausbildungsberuf des Industriekaufmanns in das Gespräch ein, für den ich mich nach weiteren Gesprächsterminen entschieden habe.

Dafür hat Marcus mir immer wieder Denkanstöße zukommen lassen. Sei es im Gespräch oder durch Methoden, die ich zuhause selbst bearbeiten bzw. durchführen konnte. Außerdem habe ich am Berufsprofiling-Test des Rotary Club Braunschweig-Hanse teilgenommen. Dort wurden mir meine Stärken und Schwächen noch einmal vor Augen geführt und meine Entscheidung zur Ausbildung unterstützt. Ein Termin bei der Agentur für Arbeit hat mich ebenfalls in meiner Entscheidung bestärkt, und mir wurde bei der Erstellung meiner Bewerbungsunterlagen sehr geholfen. Zudem waren auch Fragen wie „In welchem Ort absolviere ich die Ausbildung?“ und „Wie erzähle ich meinen Eltern von der Entscheidung?“ Themen in den Gesprächen und dem ständigen E-Mailkontakt. Auch diesbezüglich wurde ich mit sehr guten Tipps versorgt und mir wurde Sicherheit vermittelt.

Aktuell befinde ich mich noch in der Zeit zwischen Studium und Ausbildung, die am 01.08.2019 beginnt. Die Ausbildung werde ich dann bei Bertrandt in Tappenbeck absolvieren. In der Zwischenzeit arbeite ich viel in meinem Nebenjob, um die Zeit bis zum Beginn zu überbrücken und freue mich schon sehr auf den Beginn. Ich habe ein gutes Gefühl, dass diese Ausbildung zu mir passt.

Würde ich anderen „die“ Wegbereiter empfehlen? Auf jeden Fall! Ich wurde dort sehr freundlich empfangen; ich wurde ernst genommen und habe wirklich gute Tipps, Hinweise und Methoden bekommen, die mir bei meinem Entscheidungsprozess geholfen haben. Ganz besonders toll fand ich, dass es keine einfache Berufsberatung war, sondern es auch um mich als Menschen ging. Es wird nicht nur versucht, einem bei der Berufs- oder Studienwahl zu helfen, sondern auch wie man mit persönlichen Problemen umgeht, die damit einhergehen.

Kevin Marcel: „Ganz wichtig ist, wie man mit der Situation des Studienzweifels umgeht!“

Kevin Marcel, Alternative Bankkaufmann, zuvor Elektro- und Informationstechnik

Schon seit einiger Zeit verließ mich die Motivation in meinem Studiengang zum Elektro- und Informationstechniker, da mir besonders der Bezug zur Praxis gefehlt hat. Zuvor hatte ich nach Abschluss meines Abiturs die Hochschulzugangsberechtigung erworben. Weil es sich interessant anhörte und als sehr praxisnah beschrieben wurde, fing ich das Studium an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften an und konnte mich auch am Anfang noch gut damit identifizieren. Es waren viele neue Themen und viel Theoretisches was dort auf einmal auf mich zu kam. Ich fing an mir Gedanken zu machen, ob das wirklich das Richtige für mich ist und ob es nicht noch viele andere Sachen geben könnte, die mir besser gefallen würden. So fingen die ersten Zweifel an, die dann auch die Motivationslosigkeit mit sich brachten.

Nach langem Überlegen und einigen studieninternen Beratungen bei Beratungsstellen der Ostfalia Hochschule, die mir allerdings nicht wirklich helfen konnten, bin ich durch die Braunschweiger Zeitung auf das Projekt Wegbereiter aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mich im Internet erkundigt, wie mein weiteres Vorgehen auszusehen hat.

Heute bin ich Auszubildender im zweiten Lehrjahr der Bausparkasse Schwäbisch Hall und dankbar, dass das Projekt Wegbereiter mir gerade in dieser schweren Findungsphase zur Seite stand und mir bei allem was so angefallen ist unter die Arme griff. Ich war überrascht, wie schnell ein Treffen zu einer Beratung stattfinden konnte und wie groß das Interesse an meiner Person war. Denn im Gegensatz zu anderen Beratungsstellen, hat man hier gemerkt, dass die Berater eine Lösung finden möchten und das am liebsten mit mir zusammen. Die Agentur für Arbeit hat mit mir eine Art „Bedarfsgespräch“ geführt, um heraus zu finden in welche Richtung ich beruflich weitergehen möchte und was dabei ausgeschlossen werden kann. Dabei wurde ich darin bekräftigt, eine Ausbildung im Finanz- und Bankensektor oder als Industriekaufmann anzufangen, da dies mit meinen Interessen übereinstimmte. Außerdem hat die Agentur für Arbeit sich meine Bewerbungsunterlagen angeschaut und überarbeitet, sie hat mir Stellenangebote herausgesucht und meine Unterlagen zur Ausbildungssuche an sämtliche Kontakte mit Empfehlung weitergegeben. Bei den Studienberatungen hat man gemerkt, dass der Fokus auf die Fortsetzung des Studiums oder auf einen Studiengangwechsel gelegt wurde, aber alle weiteren Möglichkeiten wie z.B. der Ausbildungsmarkt nicht in Betracht gezogen wurden. Ich hätte mir gewünscht, dass ich schon früher z.B. über die Hochschule auf das Projekt Wegbereiter aufmerksam gemacht worden wäre*.

Nachdem meine Bewerbungsunterlagen überarbeitet wurden, kamen auch schon die ersten Zusagen rein. Keine paar Tage später meldete sich die Bezirksdirektorin der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf meine Bewerbung und lud mich sofort zu einem Bewerbungsgespräch in die Volksbank Wolfenbüttel eG ein. Das Ganze ging dann so schnell, dass ich direkt zu dem Assessment Center in Schwäbisch Hall eingeladen wurde, dieses bestanden habe und anschließend den Vertrag zum Bankkaufmann im Außendienst unterschrieben habe. Nun bin ich als Bankkaufmann im Außendienst in meiner Heimat und in der Umgebung unterwegs und darf Menschen bei der Erfüllung ihrer Wohnträume oder bei dem Aufbau von Vermögen und Vorsorge für das Alter weiterhelfen.

Abschließend kann ich behaupten, dass die Beratung durch das Projekt Wegbereiter, zumindest was mich betrifft, erfolgreich und umfassend war. Jedem, der nicht genau weiß, ob er richtig aufgehoben ist in seinem Studiengang, empfehle ich, sich einmal einen anderen Blickwinkel einzuholen und vielleicht mal zu schauen, was es sonst noch so gibt, bevor man sich in etwas verrennt und nicht weiter weiß.

Ganz wichtig ist, wie man mit der Situation umgeht! Denn ein Studienwechsel, oder gar ein Abgang, ist nichts Verwerfliches. Im Gegenteil, wenn man etwas gefunden hat, was einem besser gefällt und man selbst merkt, dass Zweifel aufkommen, dann braucht man etwas Mut zur Veränderung um aus einer Situation mit der man vielleicht nicht ganz zufrieden ist, eine bessere zu machen. Ich habe den ersten Schritt gemacht, indem ich mich für eine Beratung entschieden habe. Der erste Schritt ist immer der schwerste. So ist der Stein ins Rollen gekommen.

Bei Bewerbungen auf Ausbildungsplätze ist es hilfreich, wenn Arbeitgeber die „dringend“ Auszubildende suchen, sich auch dementsprechend verhalten und nicht monatelang auf eine Antwort von sich warten lassen, also das Zusammenspiel von Arbeitgebern und Agentur für Arbeit hat definitiv noch Potential nach oben. Ich hoffe für die nachfolgenden Ausbildungssuchenden, dass dort Änderungen in naher Zukunft eintreten werden.

Foto: privat

* Kommentar: Die Zentralen Studienberatung der regionalen Hochschulen beraten neutral und ergebnisoffen. Anders als durch Kevin Marcel angesprochen, ist es nicht die Absicht einer Zentralen Studienberatung Studierende, die an einem Studienerfolg zweifeln, einseitig zu beraten oder gar zu einem Studienverbleib zu drängen. Daher: Traut euch ins Beratungs- und Helfersystem einzusteigen und „eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete“, um eine gute Beratung als gemeinsames Produkt zu erleben!

 

Annabelle: „Mit einem großen Fragezeichen im Kopf ging ich zum ersten Beratungsgespräch“

Annabelle, Technische Produktdesignerin

Nachdem ich 2016 nach einer intensiven Lernphase für Ingenieurmathematik 1 erfuhr, dass ich die Klausur wieder nicht bestanden hatte, war mir klar, dass ich etwas ändern muss und es so nicht weitergehen kann. Mein 8. Semester meines Studiums der Umweltingenieurwesen an der Technischen Universität Braunschweig hatte gerade begonnen und ich schaute mich nach alternativen, regionalen Studiengängen an der Ostfalia um. Ich bewarb mich dort zum Wintersemester für Bio- und Umwelttechnik.

Meine WG-Mitbewohnerin hat mich damals auf das Projekt „Wegbereiter“ aufmerksam gemacht. Sie gab mir einen Flyer auf dem Begriffe wie „Studienzweifel?“ und „Orientierungslos?“ draufstanden. Orientierungslos – das war ich und Studienzweifel hatte ich auch! Also schrieb ich eine E-Mail an Marcus Voitel und wir vereinbarten einen persönlichen Termin. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon eine positive Zusage für die Ostfalia. Außerdem hatte ich die unangenehme Nachricht meines Studienabbruchs meinen Eltern auch schon überbracht.

Mit einem großen Fragezeichen im Kopf ging ich zum ersten Beratungsgespräch. Ich wusste nicht,…

  • …ob ich dieses Studium an der Ostfalia wirklich machen wollte,
  • …ob ich vielleicht doch eine andere Richtung einschlagen möchte,
  • …ob ich weiter studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen möchte.

Ich wusste nur, dass ich so nicht weitermachen kann, dass mir das Studium an der TU zu theoretisch war und mir der praktische Bezug fehlte. In meinem ersten Beratungsgespräch konnte ich dann das erste Mal über all meine Bedenken und Gedanken zu meiner Zukunft sprechen. Es tat mir sehr gut, einfach mal mit jemandem, neutral, über meine Studienzweifel und die dadurch resultierenden Zukunftsängste zu sprechen. Außerdem durfte ich lernen, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin, dass es viele gibt, die zweifeln und nach längerer Zeit ihr Studium abbrechen oder wechseln. Das war sehr wichtig für mich, denn wenn man sich erst mal eingesteht, dass man etwas vielleicht nicht schafft und „aufgeben“ muss, versteckt sich das Selbstbewusstsein neben dem Selbstvertrauen im Keller und will nicht mehr rauskommen. Während der Beratungsgespräche und auch Zuhause hatte ich die (Haus-)Aufgabe, mir Gedanken, über die Dinge, die ich kann, die ich will und die ich nicht mehr will, zu machen.

All diese Hilfestellungen zur Selbstreflexion und die Unterstützung, die mir vom Projekt „Wegbereiter“ und seinem Netzwerk entgegenkam, haben mir sehr geholfen Ordnung in meinen Kopf zu bringen. Ich habe dann für mich entschieden, dass eine duale Ausbildung „richtiger“ für mich ist. Von Marcus habe ich in den Beratungsgesprächen Adressen von und Tipps für weitere Beratungseinrichtungen und für das gestärkte Vorgehen im Bewerbungsprozess bekommen. Dann kamen die ersten Eignungstest und Bewerbungsgespräche und schlussendlich die Zusage von ThyssenKrupp in Kiel.

Seit September 2017 mache ich nun dort eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin und ich bin froh, dass ich mich damals gegen die Beendigung meines Studiums entschieden habe. Ich habe sehr viel Spaß am Lernen mit Praxisbezug, am Arbeiten und dem direkten Feedback, das man von Arbeitskollegen bekommt. Mir hat das Projekt „Wegbereiter“ sehr geholfen, da ich von meinen Eltern bei Studienfragen nicht viel Hilfe erwarten konnte. Beide haben nicht studiert und kennen die Gedanken, die man sich als Studentin macht gar nicht und wissen auch vieles übers Studieren nicht – woher auch? Mir wurden viele Möglichkeiten in den Beratungsgesprächen aufgezeigt, die ich vorher nicht wirklich in Betracht gezogen habe, und ich habe mich durch die intensive Reflexion nochmal besser kennengelernt.

Rückblickend auf diese Zeit, kann ich nun sagen, dass es der richtige Weg war, den ich gegangen bin. Auch wenn ich nicht mit einem Abschluss aus meiner Studienzeit herausgegangen bin, habe ich sehr viel gelernt, sowohl über mich selbst, als auch was Lernkompetenzen und Wissen angeht. Ich habe gelernt, dass „aufgeben“ bzw. etwas vorzeitig beenden nicht zwingend etwas Schlechtes sein muss, sondern auch bedeuten kann, den Mut für etwas unbekanntes Neues zu haben.

Foto: privat

 

Admin1337: Der Studienabbruch ist kein Dilemma, sondern kann auch ein Aufbruch sein!

Admin1337,  Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

In meinem Studium der Wirtschaftsinformatik hatte ich schon eine ganze Weile keine Lust mehr, da mir die Inhalte zu praxisfremd waren. Auch wurde das angesparte Geld für die Bewahrung meines Lebensstandards leider auch immer weniger. Ich hatte zuvor nach der Ausbildung zum IT-Systemelektroniker mit der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker meine  Hochschulzugangsberechtigung erworben und das Studium der Wirtschaftsinformatik an der Ostfalia begonnen – meine Erwartungen an das Studium erfüllten sich nicht.

Ich habe dann direkt den Kontakt zu den Professoren der Ostfalia Hochschule gesucht, die mir die Studienberatung ans Herz gelegt haben. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt schon direkt (ohne eine Beratung an der Hochschule) aus meinem Studium ausscheiden, doch leider war diese Beratung nur eingeschränkt für mich hilfreich, da ich das Studium eindeutig nicht weiterführen wollte.

Als ich von dem Angebot des Wegbereiter-Netzwerks las, ich glaube, es war in einer Zeitung, habe ich erst einmal daran gezweifelt, da ich bis jetzt noch keine guten Erfahrungen mit Beratungseinrichtungen gemacht hatte. Deshalb suchte ich auch (zunächst) nicht den direkten Weg zur Agentur für Arbeit (,da mir Freunde von schlechten Erfahrungen berichteten, was in meinem späteren Fall nicht zutraf).

Das war jedoch unbegründet. Ich war überrascht wie zeitnah das Treffen stattfinden konnte und wie viel Zeit sich genommen wurde. Die Erstanlaufstelle an der Hochschule wie auch die anderen Netzwerkpartner wie die Industrie- und Handelskammer und die Agentur für Arbeit (in meinem Fall) haben sich sehr viel Mühe bei der Überarbeitung meiner Bewerbungsunterlagen gegeben und mir einige Stellenangebote herausgesucht. Letztlich war ich überrascht, dass mit den neuen Unterlagen plötzlich so viele Firmen ihr Interesse bekundeten.

Ich fand dann einen Arbeitsplatz als Administrator bei einem Arbeitgeber in der Nähe des naturhistorischen Museums in Braunschweig, also ziemlich in der Nähe des TU-Campus, so dass ich auch mittags weiterhin die Mensa besuchen konnte. Der Einstieg ist sehr zufriedenstellend verlaufen, dennoch habe ich meinen Arbeitsplatz inzwischen wieder gewechselt und arbeite seitdem in Hannover, auch als Administrator, und bin sehr dankbar für die niederschwellige Unterstützung in der Zeit der Entscheidungsfindung nach dem Studienzweifel. Ich kann die regionale Beratungs- und Begleitstruktur uneingeschränkt jedem empfehlen, der den Entschluss gefasst hat, sein Studium vorzeitig zu beenden.

 

 

 

Foto: Merle Janßen

 

Rückblick 20.3.2019 – Tag der offenen Beratung

Das war…

…der Tag der offenen Beratung 2019

Der 2. Tag der gemeinsamen offenen Beratung fand am Mittwoch, den 20. März 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum) von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.

Mehr als 80 Ratsuchende kamen zu der niederschwelligen Möglichkeit sich mit den folgenden Fragen auseinanderzusetzen: „Hast Du Zweifel an Deinem Studium oder wächst Dir einfach alles über den Kopf? Stehst du vor der Entscheidung: Abbrechen oder Weitermachen?“ Gemeinsam blickte man ergebnisoffen in persönlichen Gesprächen auf die individuelle Situation und die nächsten Karriereschritte mit oder ohne Studienabschluss – egal, ob Ausbildung, Fortbildung, Praktika, Studien-/Abschlussarbeiten oder etwas ganz anderes.

In unserer Talkrunde berichten Expert/inn/en aus der Praxis wie Tobias (vom Staatlich geprüften Techniker über abgebrochene Studienversuche hin zum Kranken- und Gesundheitspfleger), Alex (als Geisteswissenschaftlerin hin zur IT-Expertin) oder auch Andrea Rother (Ausbildungsleitung, Finanzamt Altewiekring Braunschweig) mit Unterstützung aus dem eigenen Hause über Brüche und Umwege im Lebenslauf und geben Einblick in ihre Werdegänge, aber auch Arbeitgeber berichten von Einstiegsmöglichkeiten (u.a. zur Bewerbung und Vorbereitung für Auswahlgespräche) und ihre bisherigen Erfahrungen.

Video-Clip (Danke an Raketenstart.tv https://www.facebook.com/raketenstart.tv/videos/686296528494208/)

Wer war vertreten?

  • Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar, vertreten durch die Studien- und Berufsberatung und Akademische Arbeitsvermittlung
  • DAA Braunschweig
  • Handwerkskammer Braunschweig – Lüneburg – Stade
  • HBK Braunschweig
  • Industrie- und Handelskammer Braunschweig
  • Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, vertreten durch Zentrale Studienberatung
  • Studentenwerk OstNiedersachsen
  • Technikakademie Stadt Braunschweig
  • Technische Universität Braunschweig, vertreten durch die Zentrale Studienberatung
  • Teutloff Technische Akademie gGmbH
  • Welfenakademie Braunschweig

Bis ins nächste Jahr 2020!

Bild: Marcus Voitel

 

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