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Studienabbruch

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Kevin Marcel: „Ganz wichtig ist, wie man mit der Situation des Studienzweifels umgeht!“

Kevin Marcel, Alternative Bankkaufmann, zuvor Elektro- und Informationstechnik

Schon seit einiger Zeit verließ mich die Motivation in meinem Studiengang zum Elektro- und Informationstechniker, da mir besonders der Bezug zur Praxis gefehlt hat. Zuvor hatte ich nach Abschluss meines Abiturs die Hochschulzugangsberechtigung erworben. Weil es sich interessant anhörte und als sehr praxisnah beschrieben wurde, fing ich das Studium an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften an und konnte mich auch am Anfang noch gut damit identifizieren. Es waren viele neue Themen und viel Theoretisches was dort auf einmal auf mich zu kam. Ich fing an mir Gedanken zu machen, ob das wirklich das Richtige für mich ist und ob es nicht noch viele andere Sachen geben könnte, die mir besser gefallen würden. So fingen die ersten Zweifel an, die dann auch die Motivationslosigkeit mit sich brachten.

Nach langem Überlegen und einigen studieninternen Beratungen bei Beratungsstellen der Ostfalia Hochschule, die mir allerdings nicht wirklich helfen konnten, bin ich durch die Braunschweiger Zeitung auf das Projekt Wegbereiter aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mich im Internet erkundigt, wie mein weiteres Vorgehen auszusehen hat.

Heute bin ich Auszubildender im zweiten Lehrjahr der Bausparkasse Schwäbisch Hall und dankbar, dass das Projekt Wegbereiter mir gerade in dieser schweren Findungsphase zur Seite stand und mir bei allem was so angefallen ist unter die Arme griff. Ich war überrascht, wie schnell ein Treffen zu einer Beratung stattfinden konnte und wie groß das Interesse an meiner Person war. Denn im Gegensatz zu anderen Beratungsstellen, hat man hier gemerkt, dass die Berater eine Lösung finden möchten und das am liebsten mit mir zusammen. Die Agentur für Arbeit hat mit mir eine Art „Bedarfsgespräch“ geführt, um heraus zu finden in welche Richtung ich beruflich weitergehen möchte und was dabei ausgeschlossen werden kann. Dabei wurde ich darin bekräftigt, eine Ausbildung im Finanz- und Bankensektor oder als Industriekaufmann anzufangen, da dies mit meinen Interessen übereinstimmte. Außerdem hat die Agentur für Arbeit sich meine Bewerbungsunterlagen angeschaut und überarbeitet, sie hat mir Stellenangebote herausgesucht und meine Unterlagen zur Ausbildungssuche an sämtliche Kontakte mit Empfehlung weitergegeben. Bei den Studienberatungen hat man gemerkt, dass der Fokus auf die Fortsetzung des Studiums oder auf einen Studiengangwechsel gelegt wurde, aber alle weiteren Möglichkeiten wie z.B. der Ausbildungsmarkt nicht in Betracht gezogen wurden. Ich hätte mir gewünscht, dass ich schon früher z.B. über die Hochschule auf das Projekt Wegbereiter aufmerksam gemacht worden wäre*.

Nachdem meine Bewerbungsunterlagen überarbeitet wurden, kamen auch schon die ersten Zusagen rein. Keine paar Tage später meldete sich die Bezirksdirektorin der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf meine Bewerbung und lud mich sofort zu einem Bewerbungsgespräch in die Volksbank Wolfenbüttel eG ein. Das Ganze ging dann so schnell, dass ich direkt zu dem Assessment Center in Schwäbisch Hall eingeladen wurde, dieses bestanden habe und anschließend den Vertrag zum Bankkaufmann im Außendienst unterschrieben habe. Nun bin ich als Bankkaufmann im Außendienst in meiner Heimat und in der Umgebung unterwegs und darf Menschen bei der Erfüllung ihrer Wohnträume oder bei dem Aufbau von Vermögen und Vorsorge für das Alter weiterhelfen.

Abschließend kann ich behaupten, dass die Beratung durch das Projekt Wegbereiter, zumindest was mich betrifft, erfolgreich und umfassend war. Jedem, der nicht genau weiß, ob er richtig aufgehoben ist in seinem Studiengang, empfehle ich, sich einmal einen anderen Blickwinkel einzuholen und vielleicht mal zu schauen, was es sonst noch so gibt, bevor man sich in etwas verrennt und nicht weiter weiß.

Ganz wichtig ist, wie man mit der Situation umgeht! Denn ein Studienwechsel, oder gar ein Abgang, ist nichts Verwerfliches. Im Gegenteil, wenn man etwas gefunden hat, was einem besser gefällt und man selbst merkt, dass Zweifel aufkommen, dann braucht man etwas Mut zur Veränderung um aus einer Situation mit der man vielleicht nicht ganz zufrieden ist, eine bessere zu machen. Ich habe den ersten Schritt gemacht, indem ich mich für eine Beratung entschieden habe. Der erste Schritt ist immer der schwerste. So ist der Stein ins Rollen gekommen.

Bei Bewerbungen auf Ausbildungsplätze ist es hilfreich, wenn Arbeitgeber die „dringend“ Auszubildende suchen, sich auch dementsprechend verhalten und nicht monatelang auf eine Antwort von sich warten lassen, also das Zusammenspiel von Arbeitgebern und Agentur für Arbeit hat definitiv noch Potential nach oben. Ich hoffe für die nachfolgenden Ausbildungssuchenden, dass dort Änderungen in naher Zukunft eintreten werden.

Foto: privat

* Kommentar: Die Zentralen Studienberatung der regionalen Hochschulen beraten neutral und ergebnisoffen. Anders als durch Kevin Marcel angesprochen, ist es nicht die Absicht einer Zentralen Studienberatung Studierende, die an einem Studienerfolg zweifeln, einseitig zu beraten oder gar zu einem Studienverbleib zu drängen. Daher: Traut euch ins Beratungs- und Helfersystem einzusteigen und „eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete“, um eine gute Beratung als gemeinsames Produkt zu erleben!

 

Annabelle: „Mit einem großen Fragezeichen im Kopf ging ich zum ersten Beratungsgespräch“

Annabelle, Technische Produktdesignerin

Nachdem ich 2016 nach einer intensiven Lernphase für Ingenieurmathematik 1 erfuhr, dass ich die Klausur wieder nicht bestanden hatte, war mir klar, dass ich etwas ändern muss und es so nicht weitergehen kann. Mein 8. Semester meines Studiums der Umweltingenieurwesen an der Technischen Universität Braunschweig hatte gerade begonnen und ich schaute mich nach alternativen, regionalen Studiengängen an der Ostfalia um. Ich bewarb mich dort zum Wintersemester für Bio- und Umwelttechnik.

Meine WG-Mitbewohnerin hat mich damals auf das Projekt „Wegbereiter“ aufmerksam gemacht. Sie gab mir einen Flyer auf dem Begriffe wie „Studienzweifel?“ und „Orientierungslos?“ draufstanden. Orientierungslos – das war ich und Studienzweifel hatte ich auch! Also schrieb ich eine E-Mail an Marcus Voitel und wir vereinbarten einen persönlichen Termin. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon eine positive Zusage für die Ostfalia. Außerdem hatte ich die unangenehme Nachricht meines Studienabbruchs meinen Eltern auch schon überbracht.

Mit einem großen Fragezeichen im Kopf ging ich zum ersten Beratungsgespräch. Ich wusste nicht,…

  • …ob ich dieses Studium an der Ostfalia wirklich machen wollte,
  • …ob ich vielleicht doch eine andere Richtung einschlagen möchte,
  • …ob ich weiter studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen möchte.

Ich wusste nur, dass ich so nicht weitermachen kann, dass mir das Studium an der TU zu theoretisch war und mir der praktische Bezug fehlte. In meinem ersten Beratungsgespräch konnte ich dann das erste Mal über all meine Bedenken und Gedanken zu meiner Zukunft sprechen. Es tat mir sehr gut, einfach mal mit jemandem, neutral, über meine Studienzweifel und die dadurch resultierenden Zukunftsängste zu sprechen. Außerdem durfte ich lernen, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin, dass es viele gibt, die zweifeln und nach längerer Zeit ihr Studium abbrechen oder wechseln. Das war sehr wichtig für mich, denn wenn man sich erst mal eingesteht, dass man etwas vielleicht nicht schafft und „aufgeben“ muss, versteckt sich das Selbstbewusstsein neben dem Selbstvertrauen im Keller und will nicht mehr rauskommen. Während der Beratungsgespräche und auch Zuhause hatte ich die (Haus-)Aufgabe, mir Gedanken, über die Dinge, die ich kann, die ich will und die ich nicht mehr will, zu machen.

All diese Hilfestellungen zur Selbstreflexion und die Unterstützung, die mir vom Projekt „Wegbereiter“ und seinem Netzwerk entgegenkam, haben mir sehr geholfen Ordnung in meinen Kopf zu bringen. Ich habe dann für mich entschieden, dass eine duale Ausbildung „richtiger“ für mich ist. Von Marcus habe ich in den Beratungsgesprächen Adressen von und Tipps für weitere Beratungseinrichtungen und für das gestärkte Vorgehen im Bewerbungsprozess bekommen. Dann kamen die ersten Eignungstest und Bewerbungsgespräche und schlussendlich die Zusage von ThyssenKrupp in Kiel.

Seit September 2017 mache ich nun dort eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin und ich bin froh, dass ich mich damals gegen die Beendigung meines Studiums entschieden habe. Ich habe sehr viel Spaß am Lernen mit Praxisbezug, am Arbeiten und dem direkten Feedback, das man von Arbeitskollegen bekommt. Mir hat das Projekt „Wegbereiter“ sehr geholfen, da ich von meinen Eltern bei Studienfragen nicht viel Hilfe erwarten konnte. Beide haben nicht studiert und kennen die Gedanken, die man sich als Studentin macht gar nicht und wissen auch vieles übers Studieren nicht – woher auch? Mir wurden viele Möglichkeiten in den Beratungsgesprächen aufgezeigt, die ich vorher nicht wirklich in Betracht gezogen habe, und ich habe mich durch die intensive Reflexion nochmal besser kennengelernt.

Rückblickend auf diese Zeit, kann ich nun sagen, dass es der richtige Weg war, den ich gegangen bin. Auch wenn ich nicht mit einem Abschluss aus meiner Studienzeit herausgegangen bin, habe ich sehr viel gelernt, sowohl über mich selbst, als auch was Lernkompetenzen und Wissen angeht. Ich habe gelernt, dass „aufgeben“ bzw. etwas vorzeitig beenden nicht zwingend etwas Schlechtes sein muss, sondern auch bedeuten kann, den Mut für etwas unbekanntes Neues zu haben.

Foto: privat

 

Admin1337: Der Studienabbruch ist kein Dilemma, sondern kann auch ein Aufbruch sein!

Admin1337,  Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

In meinem Studium der Wirtschaftsinformatik hatte ich schon eine ganze Weile keine Lust mehr, da mir die Inhalte zu praxisfremd waren. Auch wurde das angesparte Geld für die Bewahrung meines Lebensstandards leider auch immer weniger. Ich hatte zuvor nach der Ausbildung zum IT-Systemelektroniker mit der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker meine  Hochschulzugangsberechtigung erworben und das Studium der Wirtschaftsinformatik an der Ostfalia begonnen – meine Erwartungen an das Studium erfüllten sich nicht.

Ich habe dann direkt den Kontakt zu den Professoren der Ostfalia Hochschule gesucht, die mir die Studienberatung ans Herz gelegt haben. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt schon direkt (ohne eine Beratung an der Hochschule) aus meinem Studium ausscheiden, doch leider war diese Beratung nur eingeschränkt für mich hilfreich, da ich das Studium eindeutig nicht weiterführen wollte.

Als ich von dem Angebot des Wegbereiter-Netzwerks las, ich glaube, es war in einer Zeitung, habe ich erst einmal daran gezweifelt, da ich bis jetzt noch keine guten Erfahrungen mit Beratungseinrichtungen gemacht hatte. Deshalb suchte ich auch (zunächst) nicht den direkten Weg zur Agentur für Arbeit (,da mir Freunde von schlechten Erfahrungen berichteten, was in meinem späteren Fall nicht zutraf).

Das war jedoch unbegründet. Ich war überrascht wie zeitnah das Treffen stattfinden konnte und wie viel Zeit sich genommen wurde. Die Erstanlaufstelle an der Hochschule wie auch die anderen Netzwerkpartner wie die Industrie- und Handelskammer und die Agentur für Arbeit (in meinem Fall) haben sich sehr viel Mühe bei der Überarbeitung meiner Bewerbungsunterlagen gegeben und mir einige Stellenangebote herausgesucht. Letztlich war ich überrascht, dass mit den neuen Unterlagen plötzlich so viele Firmen ihr Interesse bekundeten.

Ich fand dann einen Arbeitsplatz als Administrator bei einem Arbeitgeber in der Nähe des naturhistorischen Museums in Braunschweig, also ziemlich in der Nähe des TU-Campus, so dass ich auch mittags weiterhin die Mensa besuchen konnte. Der Einstieg ist sehr zufriedenstellend verlaufen, dennoch habe ich meinen Arbeitsplatz inzwischen wieder gewechselt und arbeite seitdem in Hannover, auch als Administrator, und bin sehr dankbar für die niederschwellige Unterstützung in der Zeit der Entscheidungsfindung nach dem Studienzweifel. Ich kann die regionale Beratungs- und Begleitstruktur uneingeschränkt jedem empfehlen, der den Entschluss gefasst hat, sein Studium vorzeitig zu beenden.

 

 

 

Foto: Merle Janßen

 

Rückblick 20.3.2019 – Tag der offenen Beratung

Das war…

…der Tag der offenen Beratung 2019

Der 2. Tag der gemeinsamen offenen Beratung fand am Mittwoch, den 20. März 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum) von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.

Mehr als 80 Ratsuchende kamen zu der niederschwelligen Möglichkeit sich mit den folgenden Fragen auseinanderzusetzen: „Hast Du Zweifel an Deinem Studium oder wächst Dir einfach alles über den Kopf? Stehst du vor der Entscheidung: Abbrechen oder Weitermachen?“ Gemeinsam blickte man ergebnisoffen in persönlichen Gesprächen auf die individuelle Situation und die nächsten Karriereschritte mit oder ohne Studienabschluss – egal, ob Ausbildung, Fortbildung, Praktika, Studien-/Abschlussarbeiten oder etwas ganz anderes.

In unserer Talkrunde berichten Expert/inn/en aus der Praxis wie Tobias (vom Staatlich geprüften Techniker über abgebrochene Studienversuche hin zum Kranken- und Gesundheitspfleger), Alex (als Geisteswissenschaftlerin hin zur IT-Expertin) oder auch Andrea Rother (Ausbildungsleitung, Finanzamt Altewiekring Braunschweig) mit Unterstützung aus dem eigenen Hause über Brüche und Umwege im Lebenslauf und geben Einblick in ihre Werdegänge, aber auch Arbeitgeber berichten von Einstiegsmöglichkeiten (u.a. zur Bewerbung und Vorbereitung für Auswahlgespräche) und ihre bisherigen Erfahrungen.

Video-Clip (Danke an Raketenstart.tv https://www.facebook.com/raketenstart.tv/videos/686296528494208/)

Wer war vertreten?

  • Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar, vertreten durch die Studien- und Berufsberatung und Akademische Arbeitsvermittlung
  • DAA Braunschweig
  • Handwerkskammer Braunschweig – Lüneburg – Stade
  • HBK Braunschweig
  • Industrie- und Handelskammer Braunschweig
  • Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, vertreten durch Zentrale Studienberatung
  • Studentenwerk OstNiedersachsen
  • Technikakademie Stadt Braunschweig
  • Technische Universität Braunschweig, vertreten durch die Zentrale Studienberatung
  • Teutloff Technische Akademie gGmbH
  • Welfenakademie Braunschweig

Bis ins nächste Jahr 2020!

Bild: Marcus Voitel

 

Einladung für den 20.3.2019 – Tag der offenen Beratung

Informationsmesse: Studium läuft nicht – wir sind da!

2. Tag der gemeinsamen offenen Beratung am Mittwoch, den 20. März 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 15:00 bis 18:00 Uhr

Hast Du Zweifel an Deinem Studium oder wächst Dir einfach alles über den Kopf? Stehst du vor der Entscheidung: Abbrechen oder Weitermachen? Beratungsexpert/inn/en aus dem ganzen Netzwerk unterstützen Dich gleichzeitig an einem Ort – Ein passendes Angebot, gerade wenn es um eine erste Orientierung geht!

Gemeinsam blicken wir ergebnisoffen in persönlichen Gesprächen auf Deine individuelle Situation und Deine nächsten Karriereschritte mit oder ohne Studienabschluss – egal, ob Ausbildung, Fortbildung, Praktika, Studien-/Abschlussarbeiten oder etwas ganz anderes. Wenn Du möchtest, vereinbaren wir direkt Folgetermine.

In unserer Talkrunde (15:00 Uhr) berichten Expert/inn/en aus der Praxis über Brüche und Umwege im Lebenslauf und geben Einblick in ihre Werdegänge, aber auch Arbeitgeber berichten von Einstiegsmöglichkeiten (u.a. zur Bewerbung und Vorbereitung für Auswahlgespräche) und ihre bisherigen Erfahrungen.

Wer sind Deine Beratungsexpert/inn/en?

  • Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar, vertreten durch die Studien- und Berufsberatung und Akademische Arbeitsvermittlung
  • DAA Braunschweig
  • Handwerkskammer Braunschweig – Lüneburg – Stade
  • HBK Braunschweig
  • Industrie- und Handelskammer Braunschweig
  • Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, vertreten durch Zentrale Studienberatung
  • Studentenwerk OstNiedersachsen
  • Technikakademie Stadt Braunschweig
  • Technische Universität Braunschweig, vertreten durch die Zentrale Studienberatung
  • Teutloff Technische Akademie gGmbH
  • Welfenakademie Braunschweig

Plus Bewerbungsmappencheck vor Ort!  Bitte Bewerbungsunterlagen mitbringen!

Anfahrt: Erreichbar ist das BiZ mit den Bahnen 3 und 5 (Richtung Weststadt und Broitzem) oder den Bussen 419, 429 und 443 (Haltestelle Cyriaksring)

WIR HOFFEN, WIR SEHEN EUCH!

 

Wie gravierend sind meine Studienzweifel? Welche Handlungsoptionen folgen daraus?

Selbstbeurteilungstool für das Studienabbruchrisiko

Gerne möchten wir Sie auf das Online-Selbstbeurteilungstool (Student Self-Reflection Tool, kurz: SRT) „PrevDrop“ aufmerksam machen. Dieses soll Studierenden helfen,  ihr individuelles Studienabbruchrisiko frühzeitig zu einzuschätzen. Insgesamt soll es helfen, überstürzte Studienabbrüche zu vermeiden und die Entscheidungskompetenz stärken. Habe ich das richtige Studienfach, die passende Hochschulform ausgewählt oder woran hakt es? Wo finde ich Unterstützung?

Die Bearbeitung dauert ca. 20-25 Minuten an. Das europäische Projekt (u.a. Partner in BUL, GB, ITA oder LUX) wurde finanziert mit Unterstützung der Europäischen Kommission und in Deutschland durch die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit sowie ZAB consult/RWTH Aachen und Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtlingen-Geislingen maßgeblich mitgestaltet.

Link: http://www.prevdrop.eu/de

Bleiben Sie neugierig und fragen Sie nach! Gerne können Sie den PDF-Ausdruck mit in die persönliche Beratung mitbringen!

  • Terminhinweis: 20.3.2019, ab 15.00 Uhr Veranstaltung  „Zweifel am Studium. Tag der offenen Beratung“ der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar im BiZ, Cyriaksring 10, 38118 Braunschweig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefan und Bastian: Techniker aus Leidenschaft!

Stefan und Bastian: Staatlich geprüfter Techniker statt Maschinenbauer? Warum nicht!

Stefan

Mit Mitte 20 habe ich in meinem Maschinenbau-Studium feststellen müssen, dass ich nur perspektivlos herumeierte. Direkt nach der Schule hatte ich mich für ein Maschinenbau-Studium entschieden, da auch mein Vater diese Fachrichtung eingeschlagen hatte. In der Kindheit hatte ich schon immer gerne mit Lego gespielt; auch während der Schulzeit habe ich gerne getüftelt (z.B. an Fahrräder, in der Hobby-Werkstatt meines Vaters), sodass ich mir bei der Studienwahl eines technischen Fachs schon sehr sicher war. Schnell merkte ich jedoch in den ersten zwei Semestern, dass mir der Anwendungsbezug an der Uni zu kurz kam. Mehr oder weniger durch Zufall wurde ich bei einer Internetrecherche auf die Technikakademie der Stadt Braunschweig (TAB) aufmerksam, da ich nach einer Perspektive und gleichzeitigen persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeit nach einer technischen Ausbildung in der Region Braunschweig googelte. Heute stecke ich mitten in der Technikerausbildung an der Technikakademie der Stadt Braunschweig und bin begeistert über die Unterstützung von den TAB-Verantwortlichen, dank derer mir Leistungen aus dem abgebrochenen Studium auf die Techniker-Ausbildung anerkannt wurden. Diese seit einigen Jahren Kombinationsmöglichkeiten von Aus- und Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker an und ist Kooperationspartner im „Wegbereiter“-Netzwerk für diejenigen, die feststellen, dass sie lieber etwas Praktisches machen möchten. Wichtig ist dabei zu wissen, dass es eine Einzelfallprüfung auf Dokumentenbasis ist, die durch die Landesschulbehörde abgesegnet wurde. Die Technikakademie hat regionale  Kooperationen u.a. mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und mit der TU Clausthal („Techniker2Bachelor“), als auch überregional mit anderen Hochschulen wie der Universität Wrexham in Wales, wo den Absolventen nach dem Erwerb des Technikers wiederum ein verkürztes Bachelorstudium offensteht. Gleichzeitig geht die Technikerausbildung für die meisten Studienabbrechenden mit Praxisanteilen in Unternehmen einher, wo sie fehlende Praxiserfahrungen nachholen und absolvieren müssen, sofern sie nicht selbst schon einen Ausbildungsabschluss haben. Den Praxisbezug und einen entsprechend strukturierteren Unterrichts-Alltag ziehen viele Studienabbrechende, wie ich letztlich auch, der selbst strukturierten Arbeitsweise im Studium vor.

Bastian

Anders als Stefan habe ich das Glück gehabt, dass ich durch meinen Onkel auf die Projekte für Studienzweifelende und Studienabbrechende an der TAB aufmerksam gemacht wurde. Meine Studienzweifel sind aus persönlichen Gründen hervorgetreten, sodass ich Nebenjobs neben dem Maschinenbau-Studium wahrgenommen habe und das Studium einfach zu kurz kam. Rückblickend kann ich festhalten, dass die Belastung aus Studieren und Geldverdienen für mich zu groß wurde. Es geht mir viel besser mit der Entscheidung, das Studium abzubrechen, da ich vorher nicht gemerkt habe, was für eine körperliche und seelische Belastung es war. Jetzt blicke ich in eine positive Zukunft. Letztlich bin ich auch über Google auf TAB-Webseite gestoßen. Aktuell sind Stefan und ich mit weiteren Studienabbrechenden in einer Jahrgangsklasse untergekommen. Ein großer Vorteil ist, dass wir ähnliche Erfahrungen bereits gesammelt haben und unsere Motive für die Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker zielgerichteter zum Vorschein kommen. Auch sind wir als eine Lerngruppe bereits sehr gut eingespielt und unterstützen uns gegenseitig sehr. Zufrieden bin ich mit der (Verweis) Beratungskette bis zum aktuellen Zielort TAB. Ich bin aktuell sehr froh, dass ich die Entscheidung zum Studienabbruch hin zur Aufnahme des Staatlich geprüften Technikers an der TAB getroffen habe und empfehle diesen Weg zu 100 Prozent weiter. Auch weil mir Studienleistungen für den Einstieg direkt in die Oberstufe anerkannt wurden und eine zeitliche Verkürzung auf ein Jahr möglich scheint. Auch eine Rückkehr an einer der regionalen Hochschulen scheint für mich möglich und erstrebenswert.

Kommentar (Redaktion):

Beide sehen nun positiv in die Zukunft und haben mit dem Erwerb des Staatlich geprüften Technikers/in eine konkrete und realistische Perspektive vor sich, auf der sie im Rahmen ihrer Berufslaufbahn aufbauen können. Aus Sicht der TAB stellt die Zusammenarbeit im „Wegbereiter“-Netzwerk eine Win-Win-Situation für beide Seiten – Studienabbrechende und Bildungsanbieter – dar: „Es kommen immer wieder Studierende zu uns, die Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Studiums haben, aber schon wertvolle Kenntnisse und Motivation zur Veränderung mitbringen“, so Norbert Heucke . Das Angebot kommt letztlich auch den Arbeitgebern in der Region zu Gute, die alle nach guten Fachkräften suchen.

Weitere Informationen, die uns Stefan und Bastian zur Verfügung gestellt haben, findet Sie auf der Webseite der Technikakademie Braunschweig: https://www.technikakademie-bs.de/bildungsangebot/studienabbrecher/

Bildnachweis: Bastian/TAB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch nicht genug Gesichter und Geschichten über Perspektiven nach Studienzweifel gelesen?

Studienabbruch-und-dann.de

Gerne möchten wir Sie auf weitere Beiträge auf der BMBF-Webseite (Bundesministerium für Bildung und Forschung) aufmerksam machen, wo Sie vielfältige Geschichten aus dem kompletten Bundesgebiet erwarten. Welche Richtung schlagen diejenigen als Studienzweifelnde ein? Wohin gehen sie? Und wie kommen diese genau dorthin? Verbleibt und hat wie Erfolg im Studium, auch wenn zwischenzeitlich alles ausweglos erschien. Lassen Sie sich zu Ihren eigenen Weg inspirieren. Bleiben Sie neugierig und fragen Sie nach!

Link: https://www.studienabbruch-und-dann.de/de/chancen-ergreifen-1693.html

Raketenstart.tv

Für diejenigen, die schon einen Schritt weiter sind und nach einer Berufsausbildung in der Region Braunschweig Ausschau halten und mal etwas die Luft bei dem einen oder anderen Arbeitgeber schnuppern wollen, empfehlen wir https://www.raketenstart.tv/. Raketenstart.tv wird vom BZV Medienhaus GmbH betrieben.

 

  • Terminhinweis: 13.12.2018, ab 16.00 Uhr Veranstaltung  „Zweifel am Studium“ der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar im BiZ, Cyriaksring 10, 38118 Braunschweig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maria: „Einfach machen!“

Maria: Einfach machen!

Maria 30 Jahre, Studium in den Fächern Englisch mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft, Philosophie mit dem Schwerpunkt Ethik, Erziehungswissenschaft und pädagogische Psychologie

Eines voraus: Niemand muss sich dafür schämen, dass es mit dem ersten Versuch, einen Beruf zu erlernen, nicht geklappt hat. Egal warum. Auch wenn es schwer sein kann, sie zu sehen, besonders ohne Hilfe, es gibt viele, viele andere Wege, manche davon garantiert besser.

Mein Name ist Maria und ich bin Software Tester auf dem Weg zum Testmanager. Ein Beruf, von dem ich zwei Wochen vor meiner Bewerbung nicht einmal wusste, dass es ihn gibt.

Eigentlich stand mein Weg schon vor dem Abi fest. Berufsbild: Lehrer. Was anderes gab es nicht. Ausgesucht hatte ich mir diesen Weg nicht, aber da ich gut und gerade mit „schwierigen“ Menschen kann und als Lehrer ganz passabel bin, war es auch egal. Nur leider nutzt alles Können nichts, wenn man verlässlich Leistung abliefert, wenn es nicht drauf ankommt, aber durch keine Prüfung kommt.

Der Druck es zu schaffen, stieg von Jahr zu Jahr und der Ausstieg, wenn auch nötig, schien durch die schon ins Studium gesteckten Ressourcen immer schwieriger. Anfang dieses Jahres habe ich dann endlich die Reißleine gezogen und stand nun erstmal ohne jede Perspektive da.

Zum Glück habe ich nach ein paar Wochen die Nummer des Projekts Wegbereiter gefunden und einfach mal angerufen. Ich bekam sehr schnell einen Termin und wurde super unterstützt. Herr Voitel war immer mit einem offenen Ohr und Ressourcen zur Wegfindung für mich da. Er hat mir geholfen, die Augen für andere Möglichkeiten zu öffnen und zu sehen, dass ich noch andere Fähigkeiten außerhalb des sozialen Bereichs besitze. Ohne ihn hätte ich nie von dieser Stelle erfahren und mich schon gar nicht an den IT-Bereich herangewagt.

Als Asperger Autist war besonders das Vorstellungsgespräch ein Gräuel für mich, doch auch hier konnte ich auf Herrn Voitel zählen und bekam nicht nur gute Tipps, sondern auch die Möglichkeit, die Situation einmal durchzuspielen und mein Auftreten objektiv bewerten zu lassen.

Allen, die sich in einer ähnlichen Ausgangssituation befinden wie ich vor einem Jahr, kann ich nur ans Herz legen, den Hörer in die Hand zu nehmen und die Hilfe der Wegbereiter in Anspruch zu nehmen. Auch wenn erstmal alles ausweglos erscheint, es gibt gute Wege nach dem Abbruch und auch die bisher ins Studium gesteckten Ressourcen waren nie vergeudet. Schließlich hat man was gelernt, auch ohne Abschluss.

Ich habe jetzt meine Laufbahn gefunden und auch wenn ich nie davon geträumt hätte, mich an irgendwas mit Code ran zu wagen, es macht mir Spaß und ich denke, das wird auch so bleiben.

 Also: Traut euch. Es kann nur besser werden!!!

Bildnachweis: Kreutzmann/TU Clausthal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Save the date 20.3.2019 – „Studium läuft nicht – Wir sind da!“

save the date: Studium läuft nicht – wir sind da!

2. Tag der gemeinsamen offenen Beratung am Mittwoch, den 20. März 2019 in Braunschweig (Berufsinformationszentrum, Cyriaksring 10, Eingang Münchenstraße) von 15:00 bis 18:00 Uhr

Hast Du Zweifel an Deinem Studium oder wächst Dir einfach alles über den Kopf? Stehst du vor der Entscheidung: Abbrechen oder Weitermachen? Beratungsexpert/inn/en aus dem ganzen Netzwerk unterstützen Dich gleichzeitig an einem Ort – Ein passendes Angebot, gerade wenn es um eine erste Orientierung geht!

Gemeinsam blicken wir ergebnisoffen in persönlichen Gesprächen auf Deine individuelle Situation und Deine nächsten Karriereschritte mit oder ohne Studienabschluss – egal, ob Ausbildung, Fortbildung, Praktika, Studien-/Abschlussarbeiten oder etwas ganz anderes. Wenn Du möchtest, vereinbaren wir direkt Folgetermine.

In unserer Talkrunde (15:00 Uhr) berichten Expert/inn/en aus der Praxis über Brüche und Umwege im Lebenslauf und geben Einblick in ihre Werdegänge, aber auch Arbeitgeber berichten von Einstiegsmöglichkeiten (u.a. zur Bewerbung und Vorbereitung für Auswahlgespräche) und ihre bisherigen Erfahrungen.

Wer sind Deine Beratungsexpert/inn/en?

  • Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar, vertreten durch die Studien- und Berufsberatung und Akademische Arbeitsvermittlung
  • DAA Braunschweig (angefragt)
  • Handwerkskammer Braunschweig – Lüneburg – Stade
  • HBK Braunschweig (angefragt)
  • Industrie- und Handelskammer Braunschweig
  • Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V.
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, vertreten durch Zentrale Studienberatung
  • Studentenwerk OstNiedersachsen (angefragt)
  • Technikakademie Stadt Braunschweig
  • Technische Universität Braunschweig, vertreten durch die Zentrale Studienberatung
  • Teutloff Technische Akademie gGmbH
  • Welfenakademie Braunschweig (angefragt)

Plus Bewerbungsmappencheck vor Ort!  Bitte Bewerbungsunterlagen mitbringen!

Anmeldung oder Kosten? Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es ist alles kostenlos.

Anfahrt? Erreichbar ist das BiZ mit den Bahnen 3 und 5 (Richtung Weststadt und Broitzem) oder den Bussen 419, 429 und 443 (Haltestelle Cyriaksring)

Weitere Veranstaltungen in der Region?

  • 13.12.2018 „Zweifel am Studium?“ Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, BiZ Braunschweig (16.00 bis 17.00 Uhr)

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